Emotionen als Schlüssel unserer Kraft - Wut

 

Was macht dich wütend?


Wut sollte man nicht ignorieren. Es ist ein starkes Gefühl, das wahrgenommen werden will. Wenn sie richtig genutzt wird, kann sie zu einer grossen Kraft und Klarheit werden und uns helfen die eigenen Grenzen zu wahren.

 

Was ist Wut? Brauche ich die Wut?
 

Manchmal ist es nur ein unbedachtes Wort der Nachbarin, dem Chef, der Mutter, dem Partner oder andere Ereignisse die uns auf die Palme bringen, unseren Bauch schäumen lassen und gegen unsere Wahrheit gehen. Es kann ein sehr starkes und intensives Gefühl sein diese Wutkraft. Wenn wir die Wut konstant unterdrücken führt sie oft zu Krankheiten und Unzufriedenheit, Verspannungen, Depressionen und anderen Symptomen. Besonders betroffen von der unterdrückten Wut sind die Organe Herz, Leber und Galle.

Ziel ist es also, die Wut wahrzunehmen und sie auszudrücken, die Kraft von ihr im Körper zu spüren und sie dann gezielt einzusetzen. Dies kann zu einem konstruktiven Gespräch führen, kreative Ideen fördern, an die man bis jetzt nicht gedacht hat oder Situationen klären.
Zum Thema Wut habe ich von einem amerikanischen Therapeuten Robert August Masters einen interessanten Auszug gefunden:

Die Meisten von uns verwechseln Wut mit Aggression, das ist schon einmal das Erste. Aber Wut, in ihrer reinen Form ist eine verletzliche Emotion. Sie ist eine Art zu zeigen, dass einem etwas wichtig ist und dies energetisch zu betonen. Das ist keine Scham und keine Beschuldigung, nur Feuer. Es ist eine Energie, die eine Beziehung vertieft, wenn sie gut aufgenommen wird. Aggression sieht in manchen Fällen aus wie Wut. Aber da ist keine Verletzlichkeit und sie möchte den anderen verletzen. Und wenn wir das bis zum extrem ausreizen, sind wir bei Gewalt. Die muss nicht physisch sein, sondern kann auch emotional ablaufen. Und wegen all dem hat die Wut einen schlechten Ruf.“

 

 

 

Wut als Schlüssel zu….

 

Durch Wut beziehen wir eine Position. In dem Moment, wo ich etwas als falsch definiere, zücke ich mein Schwert der Klarheit und definiere, was für mich in Ordnung ist und was nicht. Wut ist dann die Kraft, die mir ermöglicht, für diese bezogene Position einzustehen und sie bei Bedarf auch zu verteidigen. Wut ist damit die Kraft der Klarheit.

 

Indem ich eine Position beziehe, entscheide ich auch, wer ich bin, was mir wichtig ist und wie man mit etwas umgeht usw.

 

 

 

Wir brauchen die Wutkraft um:

 

 

 

-        klar „Nein“ zu sagen.

 

-        klar „Ja“ zu sagen.

 

-        Entscheidungen zu treffen.

 

-        Klarheit zu haben.

 

-        für andere greifbar zu sein.

 

-        eine klare Position zu beziehen.

 

-        ernstgenommen zu werden.

 

-        Dinge ins Leben zu rufen oder ihnen ein klares Ende zu setzen.

 

-        vital und aktiv zu sein.

 

-        klare Ziele zu haben.

 

-        zu wissen, was wir wollen.

 

-        zu entscheiden wer wir sind.

 

-        klare Grenzen zu setzen.

 

 

 

 

Wenn die Wut fehlt

 

Wenn uns Wut fehlt, so sind wir nicht nur besonders friedliebende Mitmenschen, sondern auch mehr oder minder handlungsunfähig. Unser Angst, es irgendjemandem nicht recht zu machen, hält uns davon ab, eine Position zu beziehen, egal welche. Wir verkennen, dass Positionen wichtig sind. Geschieht etwas, das uns nicht in den Kram passt, reagieren wir häufig mit Trauer.

 

 

 

Damit wir unserer Hilflosigkeit nicht völlig ausgeliefert sind, verlassen wir uns auf subtil ausgeklügelte Manipulationsschemata und Opferdramen, um dennoch unsere Bedürfnisse erfüllt zu bekommen.

 

 

 

Fehlt uns die Bereitschaft, für etwas klar Position zu beziehen, verbauen wir uns auch jede Möglichkeit, etwas wirklich von ganzem Herzen als richtig zu anerkennen und uns zu freuen. Alles verschwimmt dann in einem ausdruckslosen toleranten, unauthentischen Einerlei. Wir sind alle furchtbar nett zueinander, die Konflikte bleiben dennoch nicht aus und werden hinterrücks ausgetragen.

Aus Gefühle & Emotionen von Vivian Dittmar

 

 

 

Wut aus der Sicht der Elemente

 

Die Wut wird dem Feuer zugeordnet. Sie ist eine grosse Kraft ist, die aber auch verbrennen kann. Das Feuer symbolisiert die Art zu sehen, es bringt Licht in die Dunkelheit.

 

Menschen die ihr Feuer zurückhalten erreichen vielleicht nur schwer, dass ihren Bedürfnissen entsprochen wird. Sie leiten die feurige Energie um, bis nagender Groll entsteht, oder sie schneiden sich völlig von den feurigen Gefühlen ab und verinnerlichen sie in Form von Unsicherheit, Selbstherabsetzung, Depressionen oder Kraftlosigkeit.

 

Menschen mit ausgeglichenem Feuer verfügen über gute vitale Energiereserven, geistige Klarheit und deutliche Zielvorstellungen, dazu einen einsichtigen Verstand, der Verwirrung und Unruhe durchbrechen kann. Zu starkes Feuer kann auch verbrennen. Menschen mit einer Blockade des Feuers müssen vielleicht zuerst einmal lernen, angestaute Emotionen freizusetzen und sie konstruktiv auszuleben.

 

Die Wut zähmen 

 

Wenn die Wut hochkocht, sind alle guten Vorsätze schnell vergessen. Schnell geraten die Gefühle ausser Kontrolle, Überreaktion ist keine Seltenheit. Hier einige Zähmhilfen:

 

-        Da hilft einem schon einmal ein Spaziergang an der frischen Luft. Er bringt Bewegung ins System, die 

          frische Luft kühlt das Gemüt ab und macht den Kopf wieder freier.

 

-        Die Wutauslöser aufs Papier zu bringen – so werden die Gedanken wieder klarer und können später

          strukturierter wiedergegeben werden.

 

-        Sich in die Lage des Streitpartners versetzen – so werden auch diese Gründe mitunter verständlicher.

 

-        Auf zehn zählen.

 

-         Die Polarity-Yogaübung der Holzhacker 

               Die Übung ist eine ganz natürliche Schwingung, als ob sie eine Axt in den Händen halten und Holz  

               hacken. Beginnen Sie mit verschränkten Fingern und strecken Sie die Arme hoch über den Kopf; dabei

               lassen Sie das Becken nach vorne kippen und beginnen auf diese Weise eine Wellenbewegung, die sich

               vom Oberkörper durch die Beine hindurch nach unten fortsetzt und wieder hinauf. Lassen Sie am Ende

               des Schlags ein kräftiges „HA!“ ertönen. Wenn Sie unten ankommen, sollte der Ton fast von selbst

            herausplatzen. Spüren Sie gut nach, wo sich die Energie im Körper bewegt.  

     *Vorsicht bei Kreuz- und Rückenproblemen

     Aus: Einfach mehr Energie nach John Chitty/Marie Louise Muller

 

 

 

               *Vorsicht bei Kreuz- und Rückenproblemen

 

Aus: Einfach mehr Energie nach John Chitty/Marie Louise Muller

 

 

 

 

Projekt Therapiehund
 

Mein Kilano ist eine echte Bereicherung in meinem Leben und einige Klienten erfreuen sich bereits an ihm, wenn er am Ende zur Begrüssung kommt, auch wenn es noch etwas stürmisch ist.

 

So ein kleiner Hund fordert viel Zeit ein und es braucht einige Zugeständnisse, die ich gerne mache. Er ist einfach eine Freude und es ist ein absolutes Wunder, wenn man einen Welpen aufwachsen sieht. Ich beneide ihn um die exorbitant-schnelle Zellteilung, ich sehe ihn fast wachsen und die Waage bestätigt es ;-).

 

Es ist ein interessanter Prozess zu schauen, was sich im Moment bei uns in Veränderung befindet, wann und wie der neue Lebensrhythmus gelebt werden kann, wie ich die Übergänge wahrnehme und was wichtig ist.

 

Die späte Lieferung des Newsletters ist auch etwas darauf begründet, dass sich im Moment die Prioritäten etwas verschoben haben.

 

 

Ich wünsche dir eine wunderbare, kraftsprühende, freudige Vorsommerzeit.

 

Anfangs Juli melde ich mich mit dem nächsten Newsletter zur Emotion Scham wieder, bevor es in die Sommerpause geht.

 

Herzlichst, Regina

 

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